Wochenendlager der Rover

Eine heulende Sirene durchbrach die Stille – verwirrt blickten wir uns um. Ganz in der Nähe stieg Rauch empor. Durch Lautsprecher dröhnte der Countdown.

Ein Tag zuvor … spontan entschlossen wir uns nochmals wegzufahren. Die Idee dazu wurde bereits Ende des Sommerlagers geboren und in den Tagen danach konkretisiert. Unser Weg führte uns in die Hauptstadt von Kärnten, wo wir im gefühlt kleinsten Pfadfinderheim Österreichs übernachteten.

Nach einer langen Zugfahrt erreichten wir abends unser Ziel. Um den angebrochenen Tag noch auszureizen, entschieden wir das Nachtleben unsicher zu machen. Im Schatten der Nacht machten wir uns unter neugierigen Blicken an den Wurm heran – das Wahrzeichen beherbergt einen Geocache.

Der nächste Tag brachte sehr unbeständiges Wetter. Wir sahen uns einigen der ansässigen Attraktionen an. Auf einen historischen Besuch im Kino- und Straßenverkehrsmuseum folgte eine erlebnisreiche Zugfahrt mit einer alten Straßenbahn.

Nach diesem holprigen Abenteuer kehrten wir in die nächstgelegene Pizza Spelunke ein. Frisch gestärkt begaben wir uns ins Land, wo sich kleine Leute ganz groß fühlen. Minimundus bring die ganze Welt an einen Ort zusammen. Wir schlenderten gelassen von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit, als plötzlich eine Sirene zu heulen begann. Mit Begeisterung bestaunten wir einen Raketenstart.

Am Abend machten wir uns auf die Suche nach einem Geocache im Wald. Beim Rückweg stellten wir mit Bedauern folgendes fest: Morgen fahren wir schon wieder – es kommt uns vor, als wären wir erst gestern angekommen.

Aufgrund des auslaugenden Programms gestalteten wir den Sonntag ruhiger und widmeten uns am Nachmittag der Königsklasse des Motorsports. Zu später Stunde ging es wieder in Richtung Heimat.

Gregor, Elias, Jan

Österreichrundfahrt – Sommerlager der Rover

In diesem Beitrag ist alles … naja, fast alles … sagen wir eher das für die Allgemeinheit Wichtigste übers Sommerlager nachzulesen. Die teilweise altertümliche Schreibweise wurde bewusst so gewählt.

Tag 1, Sternzeit 03082020

Wir, die Rover Johannes, Jan und Elias begeben uns gemeinsam mit unseren Begleiter*innen Peter und Pamela in eine besondere Art der Quarantäne – 12 Tage Sommerlager. Besonders spannend sehen wir die Teilnahme der vier Kleinkinder – 5/6, 9, 12, 13/14.
Nach einer angenehmen Zugfahrt und einem anstrengenden 30 minütigen Gehweg erreichten wir unser Ziel … das Pfadfinderheim Vöcklabruck trotz schweren Gepäcks.
Kaum angekommen versuchten einige mithilfe von Steinen den Fluss zu überqueren, was schnell zu nassen Schuhen führte.
Am Abend aßen wir einen selbstgekochten Nudeleintopf, welcher unserem Gaumen schmeichelte. Wohlgenährt begaben wir uns in die Schlafgemache.


Tag 2, Sternzeit 04082020

Nach unserem wohlverdienten Schönheitsschlaf machten wir uns auf in den Speisesaal, um dort unser Frühstück einzunehmen.
Der Tag führte uns zur traditionsreichen Manufaktur der Gmundner Keramik, wo wir an einer Führung teilnahmen und viel Wissenswertes über die “Tellerherstellung” erfuhren.
Danach erfreuten sich unsere Gaumen ein weiteres Mal – es gab vorzüglichen Leberkäse bei einer Tankstelle.
Desweiteren besichtigten wir Schloss Orth – ein kleines verzaubertes Schlösschen, gelegen am Traunsee.
Anschließend suchten wir unsere Unterkunft und zur späteren Stunde die Gemache auf.


Tag 3, Sternzeit 05082020

Am letzten Tag in dieser Herberge gingen wir Rover einkaufen, während alle anderen das Heim wieder auf Vordermann brachten.
Als Mittagsmahl bereiteten wir köstlichen Toast zu, bevor wir wieder in Richtung Bahnhof gingen und nach Innsbruck fuhren.
Am Weg zum Zug sahen wir es – nur alte Menschen auf den Straßen unterwegs und das trotz Ferien. Vielleicht lag es am verregneten Wetter. Durch unsere Anwesenheit senkten wir dennoch den Altersdurchschnitt.

In Innsbruck angekommen stand uns eine Bergetappe zum Pfadfinder der Gruppe Hötting bevor. Vor dem Abendessen legten wir noch einen Sprint zu einem Supermarkt hin – Einkaufen muss nicht lange dauern. Ansonsten verhielten wir uns eher ruhig, da der kommende Tag bestimmt anstrengend werden würde.


Tag 4, Sternzeit 06082020

Um voller Energie in den Tag zu starten, standen wir früher auf … Sarkasmus Ende.
Mit zahlreichen öffentlichen Verkehrsmitteln gelangten unsere erfreuten Gemüter in die Nähe der Area47. Um die Verspätung des Busses aufzuholen, wurden zwei Sprinter vorausgeschickt. Sie meldeten unsere Gruppe für die geplante Rafting Tour an und delegierten den Rest der Gruppe zum Treffpunkt.
Nach einer kurzen Einweisung und anlegen der stylischen und körperbetonenden Anzüge, machten wir uns auf den Weg in die reißenden Strömungen des Inns. Die tosenden Wellen, welche uns häufig kaltes Wasser den Rücken hinunterlaufen ließen, machten die Tour zu einem wahren Abenteuer. Als wir fertig waren, wurden wir zum Area47 Gelände zurückgebracht und gingen dort essen.
Bereits als wir unser deliziöses Mahl einnahmen, konnten wir beobachten, wie einige Besucher der „Water Area“ durch die Luft geschossen wurden. Den Nachmittag verbrachten wir ebenfalls dort. Eine der größten Attraktionen war “cannon ball” (Badehosenwegfetzer) – wir vergnügten uns über einen längeren Zeitraum hinweg mit dem Beobachten der Benutzer dieser Attraktion, was dem Satz “Man hat ALLES gesehen” eine ganz neue Bedeutung gab.
Wir beendeten den abenteuerlichen Tag mit einem kalten Mahl und wohltuenden Schlaf.


Tag 5, Sternzeit 07082020

Mit einem späten Frühstück starteten wir in den Tag. Da wir vom vorherigen Tag noch so ausgepowert waren, gönnten wir uns einen ruhigeren Tag. Auf den Einkauf fürs Mittagessen folgte dessen Zubereitung und weitere entspannte Stunden. Am Abend holten wir unser vorausgeschicktes Paket mit 17kg vom ansässigen Postamte ab, um wieder neuen Stoff zu haben. Frisch bekleidet erkundeten wir die Innsbrucker Altstadt und gingen von Spelunke zu Spelunke. Um den Abend gebührend abzuschließen aßen wir „Poffertjes“ beim Hamburger Fischmarkt.


Tag 6, Sternzeit 08082020

Die vom Vortag erwürfelte Gehzeit war unser einziges Ziel, als Richtung wählten wir stets bergauf. Mit dem Motto “mal schauen was passiert” machten wir uns auf den Weg zur Hungerburg. Nach einiger Zeit mussten wir feststellen, dass es nicht mal mehr eine Ruine gab. Hungerburg bezeichnet einen Stadtteil und war vor langer Zeit eine beliebte Jausenstation, bei der man aber oft nicht satt weiterziehen musste. Unser Weg führte uns weiter zur „Arzler Alm“, wo wir uns für den strapaziösen Abstieg stärken.
Wieder im Pfadfinderheim angekommen gingen wir ins Freiluftbad um uns der Körperreinigung zu widmen und natürlich auch ums abzukühlen. Mit offenen Armen empfingen wir einen Gast, den wir auch zu unserer abendlichen Erkundungstour mitnahmen.


Tag 7, Sternzeit 09082020

Für den heutigen Tag haben wir uns einen Besuch des Alpenzoos Innsbruck vorgenommen – am späten Vormittag war es soweit. Gemeinsam mit unserem Gast machten wir uns zu Fuß auf den Weg, um die Artenvielfalt des Zoos zu bewundern. Besonders gefallen haben uns die Fischotter, das Luchsjunge, der einsame Wolf und der mächtige Braunbär.
Der Nachmittag stand im Zeichnen von F1 und endete mit einem unerwarteten und imposanten Sieg von Max Verstappen. Nach dem Rennen verabschiedete sich unser Gast.
Den Abend nutzten wir um sämtliche unserer Spuren zu beseitigen.


Tag 8, Sternzeit 10082020

Nach einer weiten Reise in den fernen Osten befanden wir uns an der nördlichen Grenze der Steiermark. Niederösterreich war zum Greifen nahe und dennoch wird es mehrere Tage dauern bis wir die Donau passieren werden.
Aufgrund von Verspätungen erreichten wir den Anschlusszug in Salzburg nur um Haaresbreite.
An unserem Ziel – dem Pfadfinderheim Langenwang – angekommen, nisteten wir uns auch gleich dort ein. Wir Rover bezogen das “Rover Stüberl”, in dem wir eine Jukebox vorfanden.


Tag 9, Sternzeit 11082020

Bereits kurz nach 7Uhr starteten wir in den Tag, auf welchen wir uns schon länger freuten. Unser heutiges Ausflugsziel brachte uns die Welt des Bieres näher. Bei einer schmackhaften Führung durchs „Gösseum“ erfuhren wir Wissenswertes über die Geschichte des Bierbrauens und wie “Österreichs bestes Bier” produziert wird.
Den sehr verregneten Nachmittag verbrachten wir in der Unterkunft. Wir nahmen die Jukebox in Betrieb, genossen zahlreiche Klassiker und verspürten eine Prise der 80er. Mit nostalgischen Klängen in der Luft gingen wir zu Bett.


Tag 10, Sternzeit 12082020

An diesem Tag nahmen wir uns vor eine “richtige Ruine” zu besuchen. Auf der Wanderung dorthin suchten wir den einen oder anderen Geocache. Bei der Ruine Hohenwang angekommen, machten wir uns auch dort auf die Suche. Anschließend betrachteten wir verfallene Gemäuer und mittelalterliche Handwerkskunst – diese begeisterten uns zutiefst. Als Abstiegsweg wählten wir einen idyllischen Pfad durch den Wald, der uns schlussendlich zur Schnellstraße führte. Doch auch dieses Hindernis konnten wir schnell überwinden, natürlich auf legalem Wege.
Da der Schlüssel etwas länger unterwegs war als wir, holten wir uns noch ein Eis. Als Abendessen machten wir uns ein geschmacksknospenanregendes Chili, sodass zu späterer Stunde nicht nur die Jukebox Töne von sich gab.


Tag 11, Sternzeit 13082020

Nach einem explosiven Start in den Tag spekulierten wir mit dem Wetter – schließlich wollten wir ein spektakuläres Spektakel am Bootshaus erleben. Es standen uns viele Objekte der Begierde zur Verfügung. Zu Beginn nahm sich jeder ein Kajak, für die nächste Runde entschieden uns für ein 3er Kanu.
Nach einer kurzen Stärkung bestiegen wir das Tretboot und mit unseren durchtrainierten Wadeln widersetzten wir uns der immer stärker werdenden Strömung. Als wir schweißentbrannt nur noch von einem Ufer zum anderen pendelten, trafen wir die schwerwiegende Entscheidung umzukehren. Bei der Rückfahrt genossen wir von der Strömung getrieben das ruhige Ambiente.
Abschließend suchten einige noch Abkühlung im Fluss, danach ging es ans Wegräumen. Schweren Herzens verließen wir diesen wundervollen Ort und kurz bevor es stärker zu regnen begann, erreichten wir das Pfadfinderheim.

Tag 12, Sternzeit 14082020

Der Vormittag bestand darin das Pfadfinderheim zu reinigen und unsere Sachen zu packen. Wir entschieden uns einen früheren Zug zu nehmen und in Mürzzuschlag essen zu gehen. Zur Heimfahrt gibt es nichts interessantes zu berichten. Am Bahnhof Mistelbach angekommen, bildeten wir eine coronagerechte Abschlussrunde und beendeten das Lager mit einem Lied.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es eine gute Entscheidung war auf Sommerlager zu fahren, trotz der Einschränkungen an die wir uns halten mussten. Das Lager war in vieler Hinsicht etwas besonderes.

Achso, der Gast war Gregor.


PS: Der Inhalt ist nicht zu 100% ernst zu nehmen. 😉

Einige Fotos werden noch ergänzt.

RaRo Heimstunde 24.04.

Wir haben diesmal “Stille Post” gespielt. Es musste aber keine Begriff dem Nachbarn ins Ohr geflüstert werden – was sich schwer umsetzen hätte lassen – stattdessen wurden sie gezeichnet und an den nächsten zum Erraten weiter gegeben. Das ging 2-3 Runden so. Zum Schluss haben wir alle Bilder und die dazugehörigen Begriffe gesehen – sehr interessant welche Kunstwerke entstanden sind, aber seht selbst …

Hutständer

Hutständer

Garten

Baum

Star Wars

Der Todesstern

Taschenrechner

Taschenrechner

Gespielt wurde über eine Website – programmiert und zur Verfügung gestellt von Florian [STPV].

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