Gedichte und Geschichten an den Nikolaus

Der Nikolaus hat viele tolle Geschichten bekommen – hier könnt ihr sie nachlesen.

Die Nikolauskuh

Der Nikolaus, der Nikolaus steckt Schoko in die Schuh,
doch ganz verzweifelt schaut dabei die Kuh.​

So lange wünscht sie sich schon einen Mann aus Schokolade
und bekommt immer nur ein Glas Marmelade.​

Die Helferlein erzählen das dem Bärtigen
und dieser macht sich gleich daran
Mann und Schuh zu fertigen.

Die Überraschung war geglückt,
und die Kuh war ganz verzückt.​

Die Kuh fand ab da jeden Nikolaustag Schoko im Stroh,
und war bis an Ihr Lebensende froh.

Miriam Kasteiner

Ein Nikolausgedicht

Am 6. Dezember ist es soweit,
wenns kalt is kommt er hereingeschneit.​

Bringt einen großen Sack mit sich,
wer weiß, was da drinnen ist?​

Sankt Niklaus besucht alle Kinder,
die braven und auch die schlimmen.​

Er kennt ihre Sorgen und Freuden,
will ihnen Glück bereiten.​

Die Schlimmen ermahnt er,
doch ALLE mag er.​

Geschenke bekommen die Kinder,
auch wenn sie sind kleine Sünder.​

Das ist das Ende von diesem Gedicht,
weil besser kann ichs wirklich nicht.

Corvinus Sinn

Der Nikolaus war da

Roter Mantel, der Bart lang und weiß,
kommt er gegangen, ganz heimlich und leis.

Ein Rascheln, ein Wispern,
ein Tuscheln, ein Knistern
tief in der Nacht …

Nikolaus hat an uns alle gedacht!

Celina Fürnschuss

Brief an den Nikolaus

Danke das du den Menschen geholfen hast.
Das hast du wirklich gut gemacht.

Nikolaus, wir mögen dich und haben dich sehr lieb.
Wir stellen die Stiefel vor die Tür und gemeinsam warten wir.

Hoffentlich bringst du uns was zu Naschen,
das würde uns große Freude machen.

Lass den Krampus doch zu Haus,
lieber, guter Nikolaus.

Kindergarten Bullendorf

Brief an den Nikolaus

Lieber Nikolaus,
wegen Corona darfst du heuer nicht in unser Haus,
aber hoffentlich teilst du trotzdem Geschenke für uns aus!

Die Geschichte vom Kornwunder hören wir dieses Jahr.
Wie du den Menschen geholfen hast,
das finden wir einfach wunderbar!

Auch der Krampus darf heuer nicht ins Haus,
das macht uns Kindern aber gar nichts aus!

Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr.

Bitte komm uns im nächsten Jahr wieder besuchen,
wir singen und backen für dich einen Kuchen.

Kindergarten Bullendorf

Der Traum vom Nikolaus

Es war der Abend vor Nikolaus.
Leo freute sich schon auf den nächsten Morgen.
„Was ich wohl in meinem Stiefel finden werde?“
Er kuschelte sich in seine Decke und
Mama las ihm noch eine Geschichte vor.
Die handelte vom Nikolaus.
Schnell schlief Leo ein und er hatte
einen wunderbaren Traum.​

Er träumte von Mamas Geschichte.
Es war, als würde er eines von den
zwei Kindern – Peter und Lilli – sein.
Diese erlebten eines Morgens, dass auf ihrem Fensterbrett
zwei goldene Nüsse lagen und zwei schöne rote Äpfel.
Sie wussten nicht wer sie dort hingelegt hatte,
aber sie freuten sich und vernaschten
darauf hin die schönen roten Äpfel.
Könnt IHR Euch vorstellen, wer die Leckereien
auf das Fensterbrett der Kinder gelegt hat?​

In diesem Moment wurde Leo von den Sonnenstrahlen geweckt.
Schnell rannte er hinunter ins Wohnzimmer,
wo er seinen Stiefel gestern Abend aufgestellt hatte.
Und als er im Stiefel nachschaute,
entdeckte er goldene Nüsse,
köstlichen Lebkuchen und die schönen roten Äpfel,
auf die er sich gefreut hatte.
Das war ja mal eine Freude!​

Und wer damals die Leckereien auf das Fensterbrett
der Kinder gelegt hat, war natürlich…..der Nikolaus

Johanna Fletzer [Guides I]

Nikolausbrief 

 Lieber Nikolaus, 

ich kenne Dich schon fast solange wie ich mich erinnern kann.
Als ich noch klein war, bist Du jedes Jahr am 5. Dezember
in Begleitung eines Krampusses zu uns gekommen.
Meine Schwester und ich haben schon immer
ein paar Tage vorher überlegt,
was wir besonders gut und brav erledigt hatten,
um etwas zum Erzählen zu haben.

Seit ich dann bei den Pfadfindern begonnen habe, 
war ich auch jedes Jahr bei dem Umzug dabei, 
den die Pfadfinder mit und für Dich organisiert haben. 
Zuerst, als Wichtel, auf dem Engerlwagen. 
Ich weiß noch, wie aufgeregt wir waren und 
wie viele tolle „Engerl“ auf diesem Wagen gesessen sind. 
Alle mit weißen Kleidern, manche mit Sternen drauf, 
einige sogar mit Flügeln und Haarreifen. 
Wir durften damals auch Zuckerl 
an die zuschauenden Kinder verteilen, 
soll heißen, wir haben die Zuckerl hinuntergeworfen und 
sie wurden unten aufgesammelt.​

Als Guides waren wir dann für den Glockenwagen zuständig. 
Heute stehen auf dem Glockenwagen nur 3 Guides und 
der Rest der Mädels geht als Hexen, Bären und Habergoaß, 
aber damals haben wir uns alle auf dem Glockenwagen 
gedrängelt und wer vorne stand durfte läuten. 
In irgendeinem Jahr waren zu wenige Burschen da, und 
ein paar von uns durften auf den Zeltwagen übersiedeln und 
dort das Feuer bewachen – sehr cool!​

Zu einem richtigen Nikolausumzug gehörten damals 
auch der Nachtwächter und die Schiachperchten. 
Und als Gegensatz dazu wir, die Lichtperchten. 
DIESE Rolle haben immer „die Großen“, 
die Caravelles übernommen, 
während die Burschen ihren Part 
eher auf dem Krampuswagen gesehen haben.​

Später bin ich selbst Leiter geworden und 
sorge seitdem gemeinsam mit vielen Anderen dafür, 
dass die Wagen aufgeputzt, 
die Kinder in die Kostüme gesteckt und 
auf die Wagen beziehungsweise ihren Platz 
im Umzug gebracht werden. 
Auch mein Kind ist bereits mit Feuereifer dabei und 
durfte Dir voriges Jahr sogar ein Gedicht aufsagen.​

Wir Alle haben uns bereits sehr darauf gefreut, 
dass Du uns heuer, wie schon 71-mal zuvor, 
wieder bei unserem Umzug begleiten wirst. 
Leider dürfen wir in diesem Jahr keinen Umzug organisieren, 
aber wir freuen uns sehr, dass Du es Dir trotzdem nicht nehmen lässt, 
bei uns vorbeizukommen und 
für die vielen Kleinen und Großen 
ein bisschen Etwas aus Deinem Leben zu erzählen und 
ein oder zwei Geschichten vorzulesen.​ 

Lieber Nikolaus, wir freuen uns schon sehr darauf, 
im nächsten Jahr mit Dir 
unseren 72. Nikolausumzug nachzuholen. 

Alles Liebe 

Regina