4. Dezember

Dem Schneiden der Barbarazweige liegt eine alte Legende zugrunde. Sie besagt, dass die Heilige Barbara – die Tochter eines Kaufmanns – im Gefängnis eingesperrt werden sollte. Als sie auf dem Weg dorthin war, blieb ein Kirschzweig in ihrem Kleid hängen. In der Zelle angekommen, versorgte Barbara den Zweig jeden Tag mit Wasser. An dem Tag, an dem sie hingerichtet werden sollte, begann der Zweig der Überlieferung nach zu blühen.
Bis heute sind die Barbarazweige eine Weihnachtstradition. Wenn man alles richtig macht, öffnen sich die Blüten exakt am Weihnachtstag. Dann bringen sie der Legende folgend ihrem Besitzer für das kommende Jahr viel Glück.
Nach dem katholischen Brauch ist der 4. Dezember der Heiligen Barbara gewidmet. Von ihr haben die Zweige auch ihren Namen erhalten.

Damit die Barbarazweige pünktlich zu Weihnachten blühen und Glück bringen, werden sie am Besten am 4. Dezember geschnitten. Dann bilden sie bis Heiligabend mit hoher Wahrscheinlichkeit Blätter und Blüten.
Zum Schneiden der Barbarazweige eignen sich vor Allem Kirsch- und Apfelbäume sowie Forsythiensträucher.

Um die Barbarazweige im Dezember wirklich zum Blühen zu bringen, ist ein Kälteschock erforderlich. Deshalb sollte man die geschnittenen Zweige erst einmal in die Tiefkühltruhe legen, sofern es draußen bis zum 4. Dezember noch keinen Frost gab. Danach sollten die Zweige eine Nacht lang in handwarmes Wasser gelegt werden. So täuscht man den Knospen den Frühling vor.

Damit die Zweige das Wasser der Vase gut aufnehmen können, sollten die Enden schräg angeschnitten oder mit einem Hammer weich geklopft werden. Das Wasser in der Vase muss alle vier Tage gewechselt werden. Gut geeignet ist ein Standort im warmen Wohnzimmer.

Und hier noch ein Tipp:
Diese Girlanden aus Zitrusschalen sehen sehr hübsch aus, wenn man sie in die Barbarazweige hineinlegt. Aus den Schalen von Orangen, Mandarinen, Zitronen oder Limetten mit Keksausstechern Sterne oder andere Formen ausstechen, auf Spagat auffädeln und eine Girlande herstellen.

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