Geschichte der Pfadfinder
 
 


Bi-Pi - wie die Pfadfinderinnen und Pfadfinder Baden-Powell kurz nennen - wurde am 22. Februar 1957 in London geboren. Durch den frühen Tod des Vaters verbrachte Robert mit seinen neun Geschwistern eine entbehrungsreiche Jugend. Es fehlte zwar an Geld, aber Robert und seine Brüder durchstreiften in den Ferien zu Fuß ganz England, wobei er erkannte, dass zu echtem Abenteuer weniger Geld als Ideenreichtum und die Fähigkeit, sich überall zurechtzufinden erforderlich sind.

Nach Beendigung seiner Schulzeit meldete er sich zur Armee. England war damals eine große Kolonialmacht und eine Militärkarriere verhalf ihm dazu, fremde Länder kennenzulernen. Nach langen Jahren in Indien und Südafrika, wo er viele neue Eindrücke gewann, kehrte er nach England zurück. Hier erlebte er eine große Überraschung. Sein Buch "Aids to Scouting" (Anleitung für das Spähen), welches er für seine Soldaten geschrieben hatte, wurde in den Schulen Englands gelesen. Spurenlesen, Zurechtfinden im Gelände, Naturkunde usw. begeisterte die Buben. In leicht abgeänderter Form verwendete Bi-Pi dies zur Freizeitgestaltung der Jugendlichen. Die praktische Erprobung dieser Idee erfolgte 1907 auf der Insel Brownsea. Bi-Pi versammelte 20 Buben zu einem Zeltlager. Schon ein Jahr später gab es 60.000 Pfadfinder. Die Idee griff schnell um sich, auch in den europäischen und überseeischen Ländern. 1910 gab Baden-Powell seine militärische Laufbahn auf, um sich ganz seiner Bewegung zu widmen.
1912 unternahm er eine Weltreise. Auf dieser Reise lernte er seine spätere Frau Olave kennen. Noch im selben Jahr fand die Hochzeit statt. Von da an reisten sie gemeinsam in die ganze Welt und widmeten sich beide dem weiteren Auf- und Ausbau der immer größer werdenden Jugendbewegung. 1920 kamen Pfadfinder aus aller Welt zum ersten großen internationalen "Jamboree" (das bedeutet in der Indianersprache "friedliches Treffen aller Stämme") nach London. Hier wurde Bi-Pi zum Weltpfadfinderführer ausge-rufen. Von nun an wurde alle vier Jahre ein solches Weltpfadfindertreffen - Jamboree - abgehalten.



1909 beim Pfadfindertreffen in London war auch eine Gruppe Mädchen dabei. 1910 erfolgte die Gründung der Girl Guides (Pfadfinderinnen), 1924 fand das erste Weltlager der Mädchen statt, an dem sich 40 Länder beteiligten. Auf einer Konferenz entstand der Gedanke zu einem Weltverband der Pfadfinderinnen und 1930 wurde Lady Baden-Powell zur World Chief Guide gewählt. Dabei versprach sie "mein Bestes zu tun und jedem jederzeit zu helfen".
1938 übersiedelte das Paar nach Ostafrika, wo Bi-Pi 1941 starb. Olave arbeitet noch bis zu ihrem Lebensende am 25. Juni 1977 unermüdlich für die Weltverbände der Pfad-finder und Pfadfinderinnen.
 
     
 
Geschichte der Gruppe Mistelbach
 
 
Im September 1929 kam Pater Otto Bader als Kaplan nach Mistelbah, er wurde der Gründer des Mistelbacher Pfadfinderkorps "St. Georg“. Vom 13. bis 16. März 1930 hielt er Burschen-Exerzitien mit 14 Teilnehmern im Kolleg ab, aus denen in den nächsten Monaten die Pfadfinder hervorgingen, die bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges aktiv waren.

Der Wiedergründer der Pfadfindergruppe nach dem Krieg war im Dezember 1945 der Student Walter Thurner. Fünf Buben legten am 21. April 1946 feierlich ihr Versprechen ab, was der Grundstock für den weiteren Aufbau der Gruppe war. Das erste Sommerlager fand im August 1946 bei Tschagguns in Vorarlberg unter der Leitung von Walter Thurner start. Im Herbst 1946 übernahm P. Volkmar Kraus die Pfadfindergruppe Mistelbach.

1951 nahmen Mistelbacher Pfadfinder am Jamboree in Bad Ischl teil. Besonders bemerkenswert dabei war die Nachbildung des Mistelbacher Kirchturmes am Lagergelände, die mit jener Glocke versehen wurde, die heute noch bei den Sommerlagern am Glockenturm geläutet wird.

1961 reifte die Idee zur Gründung einer Pfadfinderinnengruppe am inter-nationalen Siljans-Lagret (Sommerlager am Siljansee) in Schweden. 1963 legte Hermine Schuller am gemeinsam mit schwedischen Pfadfindern und Pfadfinderinnen gestalteten Lager auf der dänischen Insel Bornholm das Versprechen ab. Ein halbes Jahr dauerte dann die Suche nach geeigneten Mitarbeiterinnen in der Führung, ein weiteres Jahr widmeten sich die späteren Führerinnen der Ausbildung in allen Pfadfindertechniken, bis im April 1965 der Heimstundenbetrieb in drei Sparten (Wichtel, Pfadfinderinnen und Ranger) begann.
 
1966 fand gemeinsam mit schwedischen Pfadfinderinnen das erste Sommerlager in Hohenlehen start. 1972 veranstalteten Mädchen und Buben das erste gemeinsame Sommerlager in Lindau bei Raabs (NÖ).

1976 kam es in Mistelbach – so wie in ganz Österreich – zur Vereinigung der Pfadfindergruppe Mistelbach mit den St. Georgspfadfinderinnen, 1977 wurde erstmals gemeinsam beim Landesverband registriert.

Im Jänner 1983 verstarb P. Volkmar Kraus, der langjährige Gruppenfeldmeister der Mistelbacher Pfadfinder.
Seit 1998 ist das Heimstundenangebot um die Stufe der Biber erweitert – eine Idee, die ursprünglich aus Kanada stammt, fasst nun auch in Österreich Fuß.

Nach zahlreichen Umzügen im Laufe der Jahrzehnte konnte im September 2002 das neue Pfadfinderheim bezogen werden, das seither allen Gruppenmitgliedern offen steht.

Die Pfadfindergruppe Mistelbach wird vom Gruppenleiter Leopold Bosmüller geleitet, Aufsichtsratsobfrau ist Gerlinde Zodtl und der Kurat der Pfarrer von Mistelbach P. Hermann Jedinger.
Im September 1929 kam Pater Otto Bader als Kaplan nach Mistelbah, er wurde der Gründer des Mistelbacher Pfadfinderkorps "St. Georg“. Vom 13. bis 16. März 1930 hielt er Burschen-Exerzitien mit 14 Teilnehmern im Kolleg ab, aus denen in den nächsten Monaten die Pfadfinder hervorgingen, die bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges aktiv waren.

Der Wiedergründer der Pfadfindergruppe nach dem Krieg war im Dezember 1945 der Student Walter Thurner. Fünf Buben legten am 21. April 1946 feierlich ihr Versprechen ab, was der Grundstock für den weiteren Aufbau der Gruppe war. Das erste Sommerlager fand im August 1946 bei Tschagguns in Vorarlberg unter der Leitung von Walter Thurner start. Im Herbst 1946 übernahm P. Volkmar Kraus die Pfadfindergruppe Mistelbach.

1951 nahmen Mistelbacher Pfadfinder am Jamboree in Bad Ischl teil. Besonders bemerkenswert dabei war die Nachbildung des Mistelbacher Kirchturmes am Lagergelände, die mit jener Glocke versehen wurde, die heute noch bei den Sommerlagern am Glockenturm geläutet wird.

1961 reifte die Idee zur Gründung einer Pfadfinderinnengruppe am inter-nationalen Siljans-Lagret (Sommerlager am Siljansee) in Schweden. 1963 legte Hermine Schuller am gemeinsam mit schwedischen Pfadfindern und Pfadfinderinnen gestalteten Lager auf der dänischen Insel Bornholm das Versprechen ab. Ein halbes Jahr dauerte dann die Suche nach geeigneten Mitarbeiterinnen in der Führung, ein weiteres Jahr widmeten sich die späteren Führerinnen der Ausbildung in allen Pfadfindertechniken, bis im April 1965 der Heimstundenbetrieb in drei Sparten (Wichtel, Pfadfinderinnen und Ranger) begann.
 
1966 fand gemeinsam mit schwedischen Pfadfinderinnen das erste Sommerlager in Hohenlehen start. 1972 veranstalteten Mädchen und Buben das erste gemeinsame Sommerlager in Lindau bei Raabs (NÖ).

1976 kam es in Mistelbach – so wie in ganz Österreich – zur Vereinigung der Pfadfindergruppe Mistelbach mit den St. Georgspfadfinderinnen, 1977 wurde erstmals gemeinsam beim Landesverband registriert.

Im Jänner 1983 verstarb P. Volkmar Kraus, der langjährige Gruppenfeldmeister der Mistelbacher Pfadfinder.
Seit 1998 ist das Heimstundenangebot um die Stufe der Biber erweitert – eine Idee, die ursprünglich aus Kanada stammt, fasst nun auch in Österreich Fuß.

Nach zahlreichen Umzügen im Laufe der Jahrzehnte konnte im September 2002 das neue Pfadfinderheim bezogen werden, das seither allen Gruppenmitgliedern offen steht.

Die Pfadfindergruppe Mistelbach wird vom Gruppenleiter Leopold Bosmüller geleitet, Aufsichtsratsobfrau ist Gerlinde Zodtl und der Kurat der Pfarrer von Mistelbach P. Hermann Jedinger.
     
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